A.I.R. SHOWCASE IX: Matthias Muche – Trombone Alone 25.04.2026

Releasekonzert
25. April 2026, 19:00
Westbahnstudios Wien
Eintritt frei

Im April ist der Kölner Komponist und Posaunist Matthias Muche als Artist in Residence in den Wiener Westbahnstudios zu Gast. Den Abschluss dieser Arbeitsphase bildet das Releasekonzert seines Solo-Debütalbums TROMBONE ALONE, das im April 2026 beim Wiener Label col legno erscheint.

Die fünf Solowerke sind über mehrere Jahre hinweg entstanden und kreisen um eine zentrale Fragestellung in Muches Arbeit: Klang als körperliche und räumliche Erfahrung. Die Posaune wird dabei zum Resonanzkörper, in dem Atem, Material und Raum aufeinandertreffen.

Durch präparierte Luftwege, eingesetzte Objekte und elektroakustische Erweiterungen entstehen komplexe Klangzustände, die sich zwischen Instrument, Raum und skulpturaler Form bewegen. Die Musik entwickelt sich in Prozessen von Dauer und Verdichtung und eröffnet ein räumliches Hören.

Die Residency in den Westbahnstudios bildet den Rahmen, diese Praxis im direkten Austausch mit Raum und Publikum zu entfalten und erstmals in dieser Form live zu zeigen.

Residency supported by Culture Moves Europe (European Union)

Bio

Matthias Muche ist Komponist und Posaunist und lebt in Köln. Seine künstlerische Arbeit versteht die Posaune als räumliches und physisches Instrument. Aus einer Praxis, in der Klang als körperliche Handlung entsteht, entwickelt er kompositorische Strukturen, die das Verhältnis von Raum, Dauer und Präsenz untersuchen.

Er studierte Jazz an der Amsterdam University of the Arts sowie am Codarts Rotterdam und setzte seine Ausbildung in Neuer Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort. Anschließend absolvierte er ein postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).

Die solistische Arbeit bildet den Kern seiner künstlerischen Tätigkeit. Aus dieser konzentrierten Praxis heraus entstehen größere Ensemblekonstellationen, insbesondere das Ensemble BONECRUSHER, für das mehrere seiner Solowerke zu erweiterten Fassungen für Posaunen und Schlagwerk entwickelt wurden.

2021 wurde Muche mit dem WDR Jazzpreis in der Kategorie Improvisation ausgezeichnet. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Komposition und Aufführungspraxis und ist geprägt von einer kontinuierlichen Erforschung von Resonanz, Dauer und räumlichem Hören.

matthiasmuche